Schäuble kündigt neue Initiative für Änderung der EU- Verträge und Reform der Eurozone an. Die Währungsunion brauche eine gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik, mit den entsprechenden Institutionen.
Der Finanzminister hält die Euro-Krise noch nicht für überwunden. „Aber auch in Europa geht es aufwärts“, betonte Schäuble. Mit Blick auf die Gel! dpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sagte er: „Momentan sind für Deutschland die Zinsen zu niedrig, für andere Länder noch zu hoch.“ Deshalb sei es wichtig, dass man an Strukturreformen festhalte und dass die Wettbewerbsfähigkeit in vielen Ländern wieder steige.
Die Stabilisierung der Währungsunion sei „besser gelungen, als viele sogenannte Experten erwartet haben“, sagte Schäuble. Dabei kritisierte der Finanzminister auch den US-Investor George Soros, der von der Bundesregierung wiederholt mehr Einsatz bei der Euro-Rettung gefordert hatte. Soros habe „nicht recht behalten mit seinen Schreckensszenarien“, so Schäuble. „Er sagt noch immer dasselbe, aber es ist immer noch falsch.“



