Grüne werfen Siemens-Chef Kaeser verantwortungslose Geschäftspolitik vor wegen Putin-Treffen. „Mit seinem Besuch versucht er sich nach Günstlingsmanier einzuschmeicheln. Mit verantwortungsvoller Geschäftspolitik hat das für mich nichts zu tun“.
Offenkundig stelle Siemens kurzfristige Profitinteressen in den Vordergrund, ohne sich über die langfristigen Folgen Gedanken zu machen, sagte Sarrazin weiter. „Es geht ihm anscheinend nur ums Geld.“ Es stelle sich zudem die Frage, „ob Siemens nicht rein aus profitmaximierenden Überlegungen sein Engagement in Russland verstärkt, sich aber am wirtschaftli! chen Aufbau der Ukraine nicht beteiligt, weil dort nicht so viel zu holen ist“, fügte der Grünen-Politiker hinzu.
„Langfristig gefährdet Kaeser damit den wirtschaftlichen Erfolg seines Unternehmens“, ist Sarrazin überzeugt. „Er unterschätzt die Agenda des Kremls, die auf absehbare Zeit Russland zu keinem stabilen und vertrauenswürdigen Partner für die deutsche Wirtschaft macht.“ Deutsche Unternehmen brauchten aber für ihr Engagement in Russland Rechtssicherheit. „Die ist von einem Kreml, der das Völkerrecht mit Füßen tritt, nicht zu erwarten“, sagte Sarrazin.



