Erster Rückgang der spekulativen Netto-Long-Positionen bei Gold seit sieben Wochen. Der Goldpreis handelt weiter um die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie, die nach wie vor nicht nachhaltig unterschritten wurde.
Von Commerzbank Commodity Research
Der Goldpreis notiert zum Wochenauftakt bei gut 1.290 USD je Feinunze. Er handelt somit auch weiter um die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie, die nach wie vor nicht nachhaltig unterschritten wurde. Zwar fiel der Preis am Freitag vorübergehend auf ein 6-Wochentief von 1.286 USD, dieses Niveau wurde aber offenbar als attraktiv erachtet und zu verstärkten physischen Goldkäufen genutzt, so dass ein Abrutschen des Goldpreises verhindert wurde.
Die spekulativen Finanzanleger haben in der Woche zum 25. März erstmals seit sieben Wochen ihre Netto-Long-Positionen bei Gold um knapp 12% auf 107,0 Tsd. Kontrakte abgebaut. Diese Tendenz hat sich wohl auch nach dem Datenstichtag fortgesetzt, was sich negativ auf den Goldpreis ausgewirkt hat. Wir gehen aber nicht von einem deutlichen bzw. nachhaltigen Preisrückgang aus.
Bei Silber war der Rückgang der Netto-Long-Positionen noch wesentlich ausgeprägter. Diese wurden um 38% auf 12,8 Tsd. Kontrakte reduziert, der vierte Wochenrückgang in Folge und der niedrigste Stand seit Mitte Februar. Wie bei Gold dürfte sich auch bei Silber dieser Trend seitdem fortgesetzt haben. Silber handelt zu Wochenbeginn klar unter der Marke von 20 USD je Feinunze.



