EU-Außenminister beschließen Hilfen für Ukraine. Das von der Zahlungsunfähigkeit bedrohte Land soll bis zu einer Milliarde Euro erhalten. Darüber hinaus sollen fast alle Zölle für Waren aus der Ukraine vorläufig gestrichen werden.
Die Außenminister der Europäischen Union haben am Montag bei einem Treffen zur Lage in der Ukraine in Luxemburg Finanzhilfen für das Land beschlossen. Die von Zahlungsunfähigkeit bedrohte Ukraine soll bis zu einer Milliarde Euro erhalten.
Darüber hinaus sollen fast alle Zölle für Waren aus der Ukraine vorläufig gestrichen werden. Mit Hilfe dieser Maßnahmen sollen die Wirtschaft des Landes stabilisiert und politische wie wirtschaftliche Reformen unterstützt werden.
Zuletzt war es im Osten des Landes erneut zu Auseinandersetzungen zwischen pro-russischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Für den Donnerstag ist ein Treffen von Vertretern der EU, der USA, Russland und der Ukraine geplant, bei dem über Möglichkeiten der Deeskalation beraten werden soll.
Friedenspreisträgerin warnt in der F.A.Z. vor Putin: „Er hat die Welt, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde, in die Luft gesprengt“
Svetlana Alexijewitsch, die aktuelle Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, übt in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z./Dienstagsausgabe) scharfe Kritik an Präsident Wladimir Putin und an der russischen Begeisterung über die Annexion der Krim. „Ich habe viele meiner russischen Freunde verloren“, stellt die weißrussische Publizistin fest, denn wer nicht jubele, gelte in Russland als Volksfeind.
„Man hat das Gefühl, das Land befinde sich im Kriegszustand“, schreibt Alexijewitsch, „alle wünschen sich neue Siege.“ Zugleich erhalte die Regierung Rückendeckung durch die orthodoxe Kirche und beseitige alle ihr nicht genehmen Informationsquellen. „Die Welt wird nie mehr die gleiche sein“, schließt ihre Warnung: „Putin hat die Welt, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde, in die Luft gesprengt.“
Die Schriftstellerin Svetlana Alexijewitsch erhielt im vergangenen Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zuletzt erschien ihr Buch „Secondhand-Zeit – Leben auf den Trümmern des Sozialismus“.



