Nach dem steilen Aufstieg in den letzten Monaten gehört die Commerzbank nun zu den größten Verlierern. Die meisten Analysten nennen Kursziele um 12 Euro. Gerüchte um Kapitalerhöhungen belasten.
Wie geht es weiter mit den Bankaktien? Während die Deutsche Bank in den letzten Monaten ein klarer Underperformer war, glänzte die Commerzbank im gleichen Zeitraum mit einer Verdoppelung des Aktienkurses. Doch wie geht es jetzt weiter? Haben die Banken die Höchstkurse erst einmal gesehen?
Schon vor Wochen tauchten Gerüchte auf, dass in der Bankenszene einige kräftige Kapitalerhöhungen anstehen. Davon betroffen war die Deutsche Bank, doch nun munkelt man auch bei Commerzbank, dass frisches Kapital nötig sei.
Dahinter stecken dieses Mal aber nicht marode PIGS-Papiere - denn die entwickelten sich hervorragend. Vielmehr sind es neue Vorschriften zu Eigenkapitalanforderungen, welche hier zum Tragen kommen. Davon betroffen sind jedoch nicht nur deutsche Finanzinstitute, sondern auch alle anderen Banken im Euroraum. Sollte es jedoch tatsächlich zu Kapitalerhöhungen kommen, dürfte es schwierig sein, neue Aktien zu verkaufen. Der Bankenbranche scheint es zwar etwas besser zu gehen, richtig hergestellt ist das Vertrauen jedoch noch nicht.
Für fast alle Banken gilt nämlich, dass sie in der nächsten Stressphase unterkapitalisiert sind. Davor haben einige Börsianer nun Wind gekriegt und verkaufen ihre Titel. Da die Commerzbank in der letzten Zeit die größten Gewinne aufweisen konnte, zählt sie nun zu den stärksten Verlierern. Das spekulative Kapital zieht sich zurück und nimmt die Gewinne erst mal mit, hört man an der Börse.
Andererseits ist eine Korrektur auch nichts Außergewöhnliches. Laut Charttechnikern wird's erst brenzlig, wenn die Commerzbank unter 12 Euro fällt.
In der Analystenszene lauten die meisten Kursziele durchschnittlich 12 Euro. Ein Aktienanalyst der UBS rät in einer aktuellen Analyse weiterhin zum Verkauf der Aktie mit einem Kursziel von 8,80 Euro.



