Gold und Silber geben heute deutlich nach. Der Goldpreis handelt bei rund 1.300 USD je Feinunze. In Anbetracht der zunehmenden Spannungen in der Ukraine ist dies erstaunlich.
Von Commerzbank Commodtiy Research
Der Goldpreis gibt heute Morgen seine Gewinne von gestern wieder ab und handelt bei rund 1.300 USD je Feinunze. In Anbetracht der zunehmenden Spannungen in der Ukraine ist dies für uns erstaunlich. Offenbar wiegen die gestern veröffentlichten guten US-Einzelhandelsumsätze für März bei den Marktteilnehmern schwerer. Diese hatten auch zu einem festeren US-Dollar geführt, der den Goldpreis belastet. Wir erwarten eine baldige Preisstabilisierung. Dazu könnte schon heute die US-Inflationsrate beitragen, die im März wieder gestiegen sein dürfte. Dies sollte zu niedrigeren Realzinsen und damit geringeren Opportunitätskosten der Goldhaltung beitragen.
Der World Gold Council (WGC) hat am Morgen eine Studie zum chinesischen Goldmarkt veröffentlicht. Demnach erwartet der WGC, dass die gesamte Goldnachfrage in China in den nächsten vier Jahren um rund 25% auf mindestens 1.350 Tonnen steigen dürfte. Die Hauptkomponenten dabei sind die Schmuck- und Investmentnachfrage. Im Vergleich zum letzten Jahr soll die Schmucknachfrage bis zum Jahr 2017 um etwa 17% auf 780 Tonnen zulegen, die Nachfrage nach Münzen und Barren um 25% auf nahezu 500 Tonnen steigen. Verantwortlich für den erwarteten Nachfrageanstieg sieht der WGC den zunehmenden Wohlstand der wachsenden Mittelschicht sowie die traditionell hohe Goldaffinität der Chinesen. China bleibt unseres Erachtens damit mittel- bis langfristig ein großer Konsument von Gold, was den Preis unterstützen sollte.



