Weiter viel Gegenwind für den Goldpreis. Darüber hinaus verzeichnen die Gold-ETFs weiterhin beinahe täglich Abflüsse. Im April waren es bislang über 24 Tonnen.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold profitiert nicht von der sich weiter zuspitzenden Lage in der Ukraine und handelt heute Morgen klar unterhalb der Marke von 1.300 USD je Feinunze. Dies könnte zum Teil noch dem merklichen Renditeanstieg 10-jähriger US-Staatsanleihen Ende letzter Woche geschuldet sein. Darüber hinaus verzeichnen die Gold-ETFs weiterhin beinahe täglich Abflüsse. Im April waren es bislang über 24 Tonnen. Die spekulativen Finanzanleger haben sich bei Gold ebenfalls weiter zurückgezogen. In der Woche zum 15. April wurden die Netto-Long-Positionen die vierte Woche in Folge auf mittlerweile 73 Tsd. Kontrakte abgebaut. Dies entspricht einem 2-Monatstief. Dem Goldpreis bläst also nach wie vor Wind ins Gesicht.
In die Lohnverhandlungen in der südafrikanischen Platinminenindustrie ist überraschend Bewegung gekommen. Anglo American Platinum und Impala Platinum haben der radikalen Gewerkschaft AMCU ein neues Angebot unterbreitet. Demnach sollen wie von AMCU gefordert die Einstiegsgehälter bis Juli 2017 auf 12.500 ZAR pro Monat verdoppelt werden. Die Unternehmen haben damit gegenüber der Gewerkschaft klar nachgegeben. Offenbar wollen sie den Streik um jeden Preis beenden. Wie die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten aufgefangen werden sollen, scheint unklar, denn eigenen Angaben zufolge können sich die Unternehmen die höheren Gehälter kaum leisten. Weitere Gespräche zwischen den Produzenten und AMCU sind für heute angesetzt.



