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Ukraine: Crashgefahr für Finanzmärkte?

Die Lage in Ukraine spitzt sich jeden Tag weiter zu. Dies dürfte nicht ohne Auswirkungen auf die Finanzmärkte bleiben. Wie gehts weiter an den Börsen? Wird die Krise im Osten zur neuen Gefahr für Banken? Wird Gold profitieren?

 


Die Lage in der Ukraine wird von Tag zu Tag verworrener. Die Medien haben jetzt endlich den "bösen Russen" in Form der gefangenen OSZE-Beobachter. Die Medien-Schlacht ist in vollem Gange. Vorbereitungen für einen möglichen Krieg?

 

Obama sagt zwar, dass er nicht zu den Waffen greifen will. Aber vielleicht sagt er das ja auch, weil möglicherweise einige im Westen ihm die Gefolgschaft verweigern? Immer mehr Menschen durchschauen das Machtspielchen, auch wenn die Medien einzig Russland die Schuld in die Schuhe schieben möchten.


Strategie ist klar: USA wollen Putin schwächen. EU will Macht erweitern. Die EU hat im Pulverfass Ukraine gezündelt und nun ist das Chaos da und keiner weiß so genau, wohin es sich entwickelt. Nur eines scheint festzustehen: Die Situation eskaliert weiter. Kein Wunder, dass manch einer die Situation schon mit den Tagen vor dem ersten Weltkrieg vergleicht.

Das Säbelrasseln kann jederzeit außer Kontrolle geraten, es müssen nur noch ein paar Schüsse fallen, und dann ist der Krieg nicht mehr aufzuhalten.

 

Wie wirkt sich das alles auf die Börsen aus? Ungewissheit ist immer negativ für die Finanzmärkte. Schon in den vergangenen Tage waren die Märkte nervös. Besonders erwischt hat es wieder mal die Bankentitel, allen voran die Commerzbank, aber auch die Deutsche Bank. Hier verunsichern zudem Kapitalerhöhungen. Auch ist völlig unklar, wieviel Ost-Papiere die Finanzinstitute im Keller haben. Hier könnte das gleiche drohen wie zu Beginn der Euro-Krise.

 

Eine Zuspitzung des Ukraine-Konflikts könnte aber auch der letzte Sargnagel für das Finanzsystem sein, welches sowieso nur mit vielen Tricks vor dem Untergang bewahrt wurde. Jede kleine Störung kann hier wieder das Feuer aufflackern lassen. Und wenn Russland Probleme kriegt, dann ist das keine kleine, sondern eine große Störung mit möglicherweise fatalen Konsequenzen fürs globale Finanzsystyem. Bankpleiten in Russland dürfte nicht ohne Folgen bleiben.

 

Vor diesem Hintergrund könnten Edelmetalle wieder Konjunktur haben. Aus Statistiken ging hervor, dass es in den letzten Wochen und Monaten eher Abflüsse bei Gold und Silber gegeben hätte. Ein Eskalation in der Ukraine könnte hier zu einem Umdenken führen. Denn es geht nicht nur um Zerstörung durch Krieg. Es geht um einen möglichen Kollaps des Finanzsystems, ausgelöst durch finanzielle Verwerfungen in Osteuropa.

 

Die EU und IWF werden zwar versuchen, mit Milliarden-Schecks Abhilfe zu schaffen. Doch wenn Russland in finanzielle Schieflage gerät, dürfte es wohl kaum gerettet werden. Aber genau das ist dann der Schuss, der im Finanzsystem nach hinten los geht. Das scheinen Obama & Co. noch nicht begriffen zu haben.

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