Deutsche Bank: Oberster Devisenchef verlässt das Institut. „Kevin Rodgers hat die persönliche Entscheidung getroffen, sich aus der Bankenbranche zurückzuziehen, um andere Ziele zu verfolgen – darunter akademische und musikalische."
Rodgers hat seit Mitte 2012 die Verantwortung für das weltweite Devisengeschäft. Er kam 1999 durch die Fusion mit dem US-Institut Bankers Trust zur Deutschen Bank und war jahrelang im Devisen- und Derivatehandel tätig. Bevor der Brite Investmentbanker wurde, startete er eine Karriere als Musiker mit der Band Happy Refugee, die bis heute existiert.
Rodgers Weggang kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Deutsche Bank intern untersucht, inwiefern Mitarbeiter des Hauses in die Manipulation wichtiger Richtwerte im Devisenmarkt verwickelt sind. Das Haus zählt zu den Top Vier im weltweiten Devisenhandel. Zuletzt hat das Institut eine Mitarbeiterin in Singapur suspendiert. Zuvor waren drei Händler in New York entlassen worden. Ihnen werden Verfehlungen zur Last gelegt, die bis in die Amtszeit der aktuellen Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen hineinreichen. Bisher hat die Deutsche Bank rund ein Drittel der E-Mail- und Chat-Kommunikation ihrer Devisenhändler untersucht, heißt es im Umfeld des Vorstands. Finanzkreise betonen, Rodgers Weggang stehe in keinem Zusammenhang mit dem Devisenskandal.



