Trotz vordergründig guter Zahlen gings mit Twitter gestern nachbörslich 11% nach unten. Nutzer und Umsatz steigen zwar, aber nicht genug. Investoren glauben nun, dass Twitter ein Nieschenplayer bleibt und stafen die Aktie entsprechend ab.
Der Kurznachrichtendienst Twitter kann einmal mehr die Erwartungen an den Nutzer-Zuwachs nicht erfüllen. Zwar konnte das Unternehmen seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal mit 250 Millionen Dollar mehr als verdoppeln. Das Plus von 6 Millionen auf 255 Millionen bei der Zahl der aktiven Nutzer schürte bei Analysten aber erneut Zweifel, ob Twitter langfristig die hoch gesteckten Erwartungen erfüllen kann. Das Papier sackte nachbörslich auf den tiefsten Stand seit dem Gang aufs Parkett. Der Kurs brach um elf Prozent auf unter 38 Dollar ein.
Während Twitter sich als mächtiges Kommunikationsmittel für Prominente, Aktivisten, Werbetreibende und Journalisten erwiesen hat, hat der Dienst in der breiten Masse bisher keinen Anklang gefunden. Facebook hingegen ist heute der Ort, an dem jedermann Fotos und Alltagsgeschichten verbreitet.



