Silber hat sich zuletzt deutlich schlechter entwickelt als Gold. Dies wird auch im viel beachteten Gold-Silber-Verhältnis deutlich, das mit knapp 67 auf dem höchsten Stand seit Ende Juli/Anfang August und nur noch knapp unter einem 4-Jahreshoch liegt.
Von Commerzbank Commodity Research
Silber handelt weiter klar unter der Marke von 20 USD je Feinunze und zeigt in den vergangenen Tagen gerade gegenüber Gold relative Schwäche. Dies wird auch im viel beachteten Gold-Silber-Verhältnis deutlich, das mit knapp 67 auf dem höchsten Stand seit Ende Juli/Anfang August und nur noch knapp unter einem 4-Jahreshoch liegt. Offenbar ziehen sich derzeit auch Finanzinvestoren bei Silber zurück. In den letzten beiden Handelstagen verzeichneten die von Bloomberg erfassten Silber-ETFs Abflüsse von 114 Tonnen, die überwiegend auf den iShares Silver Trust, den weltweit größten Silber-ETF, zurückzuführen sind.
Mit 6,3 Tsd. Kontrakten befinden sich zudem die Netto-Long-Positionen der spekulativen Finanzanleger auf einem niedrigen Niveau.
Platin ist gestern zwischenzeitlich auf 1.435 USD je Feinunze und damit den höchsten Stand seit knapp zwei Wochen gestiegen. In Südafrika hat die radikale Gewerkschaft AMCU nach einer Mitgliederbefragung das deutlich verbesserte und großzügige Lohnangebot der Platinproduzenten zurückgewiesen. Der seit nunmehr 14 Wochen andauernde Streik wird folglich fortgesetzt.
Den Minenunternehmen sind eigenen Angaben zufolge dadurch bislang 15,5 Mrd. ZAR an Umsätzen entgangen, während die Arbeiter auf Löhne in Höhe von 6,9 Mrd. ZAR verzichten mussten. Die Unternehmen haben sich mittlerweile direkt an die Arbeiter gewandt, um diese von ihrem Angebot zu überzeugen. In der Arbeiterschaft regt sich offenbar auch Widerstand gegen die harte Haltung der Gewerkschaftsführung.



