Chinesische Goldnachfrage im ersten Quartal leicht gestiegen. Daher dürfte der jüngste Goldpreisanstieg vor allem durch spekulativ orientierte Käufer getrieben worden sein.
Von Commerzbank Commodity Research
Der Goldpreis handelt weiter in der Nähe seines 3-Wochenhochs bei rund 1.310 USD je Feinunze, unterstützt von einem schwachen US-Dollar, fallenden Realzinsen und der Krise in der Ukraine. Während der Verband der chinesischen Goldproduzenten für das erste Quartal dieses Jahres eine im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegene chinesische Goldnachfrage vermeldete, bleibt die physische Nachfrage auf dem Weltmarkt derzeit insgesamt verhalten. Daher dürfte der jüngste Goldpreisanstieg vor allem durch spekulativ orientierte Käufer getrieben worden sein. Somit ist fraglich, ob das aktuelle Preisniveau nachhaltig ist, falls die oben genannten Unterstützungsfaktoren an Bedeutung verlieren und die spekulativen Anleger Gewinne mitnehmen.
In Südafrika finden heute Parlamentswahlen statt. Die Marktteilnehmer werden den Wahlausgang genau beobachten, denn sie erhoffen sich danach Fortschritte im seit mittlerweile 15 Wochen andauernden Streik in der Platinminenindustrie. Anfang der Woche hatte Präsident Jacob Zuma die radikale Gewerkschaft AMCU ungewöhnlich scharf kritisiert. Er warf ihr mangelnde Kompromissbereitschaft vor, dass sie den Streik in die Länge ziehe und Arbeitsplätze aufs Spiel setze. Die Produzenten wenden sich unterdessen weiterhin direkt an die Arbeiter, um eine Einigung zu erzielen. Offenbar möchte ein Teil der Arbeiter das Lohnangebot annehmen und zur Arbeit zurückkehren, fürchtet allerdings Repressalien seitens AMCU.



