Nervenkitzel, ein wenig Glamour, das gewisse Etwas – Glücksspiel hat seinen Reiz und viele Deutsche gehen diesem Hobby in ihrer Freizeit gern nach. Ob Lotterie, Kasino oder die Skat-Runde mit Freunden. Entscheidend ist hierbei, verantwortungsvoll zu handeln und wichtige Regeln einzuhalten. Sonst laufen Spieler Gefahr, vom unbedenklichen Hobby in eine gefährliche Verhaltenssucht zu schlittern.
Goldene Regeln – so verlieren Sie nicht den Spaß am Hobby
Glücksspiel ist ein Hobby, kann Ihnen viel Freude bereiten, und sollte langfristig auch als reine Freizeitaktivität angesehen werden (informieren Sie sich hierzu zum Beispiel auch auf NKL Boesche). Damit Spieler und Spielerinnen diesen wichtigen Punkt nicht aus den Augen verlieren, gibt es vier wichtige Regeln, die beachtet werden sollten.
1. Regel: Nicht jeder kann gewinnen
Behalten Sie eine wichtige Information im Hinterkopf: Die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen und den Millionen-Jackpot zu knacken ist ausgesprochen gering! Daher spielen Sie nicht mit dem Ziel, Millionär zu werden. Betreiben Sie das Glücksspiel als Hobby und bleiben Sie auch dabei.
2. Regel: Mein Privatleben geht vor
Das Spielen dient nur der Unterhaltung und sollte in Ihrem Leben keine übergeordnete Rolle einnehmen. Setzen Sie sich daher ein Zeitlimit und hören Sie auf zu spielen, wenn dieses Limit erreicht ist. Die privaten Kontakte dürfen nicht unter Ihrem Glücksspiel leiden: Der Spielplatzbesuch mit Ihrer Tochter oder das Feierabendbier mit den Kollegen gehen immer vor!
3. Regel: Bis hierhin und nicht weiter
Setzen Sie sich auch ein finanzielles Limit. Dieses Limit darf auf keinen Fall (!) überschritten werden, egal, ob Sie gerade eine Glücks- oder Pechsträhne haben. Planen Sie niemals Geld ein, das Sie (noch) nicht besitzen und fangen Sie erst gar nicht damit an, sich Geld zu leihen. Selbstverständlich sollten „Heiligtümer“ – wie zum Beispiel Eheringe, das Auto der Ehefrau oder das Sparbuch der Kinder – niemals verpfändet bzw. angerührt werden.
4. Regel: Glücksspiel löst keine Probleme
Sie fühlen sich zurzeit nicht so gut? Haben Sie vielleicht Probleme bei der Arbeit, sind Sie in einer depressiven Stimmung oder haben Sie Geldsorgen? Dann lassen Sie unbedingt die Finger vom Glücksspiel! Poker, Würfelspiele, Blackjack oder einarmige Banditen werden Ihnen dabei auf keinen Fall helfen können. Suchen Sie sich lieber professionelle Hilfe.
Wenn das Spiel zur Sucht wird
Die Glücksspielsucht ist vergleichbar mit einer Drogen- oder Alkoholabhängigkeit. Betroffene empfinden den unwiderstehlichen Drang zu spielen und können nicht mehr selbst entscheiden, ob sie ihr Glück versuchen wollen oder nicht. Laut Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gelten rund 275.000 Menschen in Deutschland als krankhafte Glücksspieler – Männer sind dabei deutlich häufiger betroffen als Frauen.
Spielsüchtige leiden stark unter dieser Krankheit, machen finanzielle Verluste und verlieren nicht selten den Kontakt zu ihren Liebsten. Daher sollten Betroffene und Ihre Angehörigen bei den ersten Anzeichen einer Sucht Beratungsstellen wie zum Beispiel Selbsthilfegruppen, Kliniken und Psychologen aufsuchen.



