Droht der Commerzbank - ähnlich wie bei der Deutschen Bank auch ein Downgrade von den Rating-Agenturen? Analysten sind in Anbetracht der veröffentlichten Zahlen eher vorsichtig.
Die Commerzbank verspricht ihren Aktionären schon für das laufende Jahr bessere Ergebnisse. "2014 werden wir in allen Segmenten der Kernbank weiter wachsen"- heißt es. Doch Aktionäre und Analysten sind eher vorschtig. Einige Marktteilnehmer sehen die Commerzbank nach den Zahlen schon wieder im deutlich einstelligen Bereich.
Mehr und mehr Analysten reagieren auf die gestrigen Quartalszahlen der Commerzbank. Bereits gestern hatten sich zahlreiche Analysten zu Wort gemeldet und Kursziele von elf bis 13 Euro ausgegeben. Heute kippt ein wenig die Stimmung, Kepler Cheuvreux, UBS und Berenberg sehen den fairen Wert nur bei 7,30 bis neun Euro. Für die Schweizer Finanzexperten ist die Aktie derzeit auf Basis des KGV zu teuer, ähnlich äußerte sich auch die Privatbank Berenberg und verwies auf das Niedrigzinsumfeld. Auch die Experten von Berenberg überarbeiten in der Folge ihr Modell zu der Aktie. Dabei wird die Verkaufsempfehlung für das Papier bestätigt. Beim Kursziel gibt es hingegen eine Veränderung. Es steigt von 7,10 Euro auf 7,30 Euro an.
Die niedrigen Zinsen machen den Analysten etwas Sorge. Diese erschweren es, die Ziele zu erreichen. Dennoch heben die Experten ihre Gewinnerwartungen nach den jüngsten Zahlen leicht an. Kritik üben sie an der Bewertung. Diese ist aus ihrer Sicht zu hoch. Daher gibt es beim Rating keinen Spielraum.



