Starke Nachfrage nach Münzen und Barren überkompensiert 2013 leicht rückläufige Industrienachfrage bei Silber
Von Commerzbank Commodity Research
Der Silberpreis stieg gestern in der Spitze auf fast 20 USD je Feinunze und erreichte damit das höchste Niveau seit Mitte April. Thomson Reuters GFMS hat gestern Nachmittag den im Auftrag des Silver Institute erstellten jährlichen „World Silver Survey“ zur Lage am globalen Silbermarkt veröffentlicht. Demnach ist die gesamte physische Silbernachfrage 2013 im Vergleich zum Vorjahr um gut 13% auf ein Rekordhoch von 1,081 Mrd. Unzen (33,6 Tsd. Tonnen) gestiegen. Dies ist vor allem auf eine deutlich höhere Nachfrage nach Münzen und Barren zurückzuführen, die um über 76% auf 246 Mio. Unzen zulegte. Hierzu trug offenbar der Preisverfall von Silber im letzten Jahr bei, der Schnäppchenjäger anlockte.
Auch die Schmuck- und Silberwarennachfrage wiesen klare Wachstumsraten auf – beide verzeichneten Mehrjahreshochs. Die industrielle Silbernachfrage (587 Mio. Unzen), mit einem Anteil von 54% die mit Abstand wichtigste Nachfragekomponente, war dagegen ein weiteres Jahr rückläufig. Das Minus betrug allerdings nur noch 0,4%, was auf eine Stabilisierung der industriellen Nachfrage hindeutet. Angebotsseitig wurde die Minenproduktion um 3,4% auf ein Allzeithoch von 820 Mio. Unzen ausgeweitet. Das Angebot an Altsilber brach dagegen um 24% auf 192 Mio. Unzen ein, was wohl dem stark gefallenen Silberpreis geschuldet war. Alles in allem wies der globale Silbermarkt auch 2013 einen Primärüberschuss auf. Mit rund 140 Mio. Unzen lag dieser allerdings klar unter dem Niveau des Vorjahres.



