Schon wieder ein TV-Duell. Fünf Tage bevor in Deutschland die Wahlen zum Europäischen Parlament stattfinden, sind Jean-Claude Juncker und Martin Schulz zu Gast in der ARD-Wahlarena. Auch die ARD verschweigt: Die Wähler können diese Männer gar nicht wählen. Wer EU-Boss wird, entscheidet eine geheime Kommission.
Mit großem Tam-Tam und wahrscheinlich butterweichen Fragen ziehen die EU-Politmarionetten Schulz und Juncker heute in die ARD Wahlarena. Es muss die gleiche groteske Polit-Show befürchtet werden, wie zuletzt im ZDF-TV-Duell: kniefällige Sprechpuppen im Studio, gestellte Fragen, bezahlter Applaus.
Den Zuschauern wird vorgekaukelt, dass sie angeblich einen von beiden Politdarsteller wählen könnten. Doch diesen Irrtum wird die ARD wahrscheinlich nicht aufklären. Das EU-Parlament darf allenfalls Vorschläge machen. Die Entscheidung liegt bei der EU-Kommission. Und wer das genau ist und wie man dort an entsprechende Pöstchen kommt, bleibt im Dunkeln.
175 Zuschauerfragen soll es geben. Wie es zur Auswahl dieser Fragen kommt, bleibt natürlich geheim. Es dürfte spannend werden, ob auch der Spesenbetrug von Martin Schulz (SPD) thematisiert wird, der EU-Parlamentsgelder (303Euro pro Tag, steuerfrei) kassiert hat, obwohl er im Wahlkampf unterwegs war.
Ebenfalls spannend, ob dieses Mal auf die eigenen Steuerprivilegien hingewiesen wird, die sich die über 50000 EU-Beamten gönnen. Deren maximaler Steuersatz liegt bei 25%. Mittlere Einkommen zahlen nur ca. 10%. Zulagen sind steuerfrei - bei den Untertanen ist sowas natürlich steuerpflichtig.
Und zu guter Letzt: Worin unterscheiden sich Schulz und Juncker eigentlich?
ARD-Wahlarena: Volksverdummung und tendenziöses Propaganda für eine EU-Institution, die sich immer weiter von den Wünschen ihrer Bürger entfernt. Das erkennen immer mehr Menschen. Daran wird auch die dumme Politshow nichts ändern.



