Edelmetalle neigen im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten und der EZB-Sitzung zur Schwäche.
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Von Commerzbank Commodity Research
Die Edelmetallpreise stehen am Morgen in der Breite unter Druck. Neben Gewinnmitnahmen nach den doch recht deutlichen Preisanstiegen in den letzten Tagen – insbesondere bei Platin und Palladium – dürfte hierbei auch der heute zur Veröffentlichung anstehende US-Arbeitsmarktbericht eine Rolle spielen. Gold handelt daher am Morgen schwächer bei rund 1.320 USD je Feinunze, Platin fällt zeitweise wieder unter die Marke von 1.500 USD und Palladium gibt auf rund 850 USD nach. Gestern Nachmittag hatten die Edelmetallpreise noch kurzfristig zugelegt, nachdem die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, in einer Rede erklärte, dass sie in der Zinspolitik kein geeignetes Mittel zur Blasenverhinderung auf den Finanzmärkten sehe. Yellen verdeutlichte somit ein weiteres Mal ihre grundsätzlich äußerst taubenhafte Haltung, was die Preise für Gold, Silber & Co. grundsätzlich unterstützen sollte. Wie wir schon gestern berichteten, zeigt sich die asiatische Goldnachfrage derzeit eher verhalten. Ein Indiz dafür sind die negativen Prämien in China, d.h. die Goldpreise dort liegen unter den Weltmarktpreisen – aktuell beträgt der Abschlag 1-2 USD je Feinunze. Heute Nachmittag findet die EZB-Sitzung statt. EZB-Präsident Draghi dürfte auf der Pressekonferenz die Tür für weitere (quantitative) Lockerungsmaßnahmen offenlassen. Dies könnte in Verbindung mit positiven US-Arbeitsmarktdaten zu einem festeren US-Dollar und zu einem Preisrückgang bei Gold führen.



