Die Netzagenturen warnen vor einem Stromkollaps zu Pfingsten. Der Grund: Es ist zu viel Strom da, dank Sonne und Wind. Aber zu viel Strom ist für die Netze genau so gefährlich wie zu wenig. - Egal wie: Zahlen muss am Ende der Verbraucher, auch wenn's Licht aus geht.
Groteske Situation an diesem verlängerten Sonnenwochenende: Die Netzagenturen warnen vor zu viel Strom, welches das gesamte Netz gefährden könnte. Der Grund: zu viel Strom ist für die Netze genau so gefährlich wie zu wenig Strom. Es könnte also sein, dass die EEG-Deppen - allen voran die Grünen - an diesem Wochenende endlich mal die Rechnung präsentiert bekommen - in Form eines Blackouts.
Hintergrund: Alle Sonnenpaddel und auch Windkrafträder schicken maximale Energie in die Leitungen. Leider braucht die aber niemand, wegen langen Wochenendes. Macht ja nichts, denn die Verbraucher müssen's trotzdem zahlen, ob der Strom nun gebraucht wird oder nicht - dank EEG.
Besonders pervers: Es müssen trotzdem herkömmliche Kraftwerke laufen, eine sogenannte "rotierende Masse" um die 50Hz Frequenz aufrecht zu erhalten. Das führt zu zusätzlicher Energie, die ebenfalls nicht gebraucht wird.
Folge: es gibt Spezialverträge an den Strombörsen, nach denen die überflüssige Energie gegen Extrakosten abgenommen wird. Der Stromerzeuger zahlt also für den Strom, den er produziert.
Im Klartext: Zum Negativ-Zins der EZB kommen jetzt noch Negativkosten für's EEG. Zusätzlich werden Kraftwerke dafür bezahlt, dass sie keinen Strom produzieren. Damit wird Kapitalismus und Marktwirtschaft völlig auf den Kopf gestellt.
Es wird also einerseits teuer Strom produziert, den niemand braucht und trotzdem vom Verbraucher bezahlt werden muss. Auf der anderen Seite wird jedoch auch für's Nicht-Produzieren bezahlt. So schön kann die EEG-Welt sein.
via Welt:
Das Stromnetz in Deutschland steht am Pfingstwochenende vor einer besonderen Belastungsprobe: Wegen der Feiertage dürfte der Verbrauch an Elektrizität auf den niedrigsten Wert des Jahres fallen. Zugleich drücken wegen des strahlenden Sonnenscheins die Solaranlagen fast ihre ganze Leistung ins Netz.
Von Blackout-Risiken mag zwar niemand sprechen. Aber die Stromnetzbetreiber bereiten sich mit einer Reihe von Vorsichtsmaßnahmen auf die inzwischen jährlich wiederkehrende Ausnahmesituation vor. "Eine solche Wetterlage ist für die Netzbetreiber eine Herausforderung", sagte eine Sprecherin von Tennet.
Die Netzbetreiber gehen davon aus, dass der Verbrauch in Deutschland bei einem Wert von 30 Gigawatt liegen könnte. Rein rechnerisch könnten diese Nachfrage die rund 1,4 Millionen deutschen Solaranlagen mit ihrer Gesamtleistung von 36 Gigawatt schon alleine decken.



