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WM: Tränengas, Verletzte, Straßenschlachten

Tumulte, Unruhen und Streiks in Brasilien zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft. Viele Verletzte, darunter eine CNN-Reporin. Heute wird die WM mit dem Spiel Brasilien-Kroatien eröffnet.

 

In São Paulo kam es vor der Eröffnung der WM zu gewalttätigen Protesten, bei denen es mehrere Verletzte gab, darunter eine CNN-Journalistin. Die Polizei setzte Tränengasgranaten ein, einige Randalierer steckten vor zahlreichen laufenden Kameras Müll auf den Straßen in Brand.

Die Proteste hatten sich am Vormittag an der Metro-Station Carrão etwa zehn Kilometer vom WM-Eröffnungsstadion entfernt entzündet. Maskierte Randalierer knickten Straßenschilder um, rissen Mülleimer aus den Halterungen und setzten den Müll in Brand. Zudem bewarfen sie Polizisten mit Steinen. Die Sicherheitskräfte gingen mit Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor. Es kam zu Straßenschlachten. Die Aktion wurde von zahlreichen Journalisten begleitet, die mit Helmen und Schutzmasken ausgestattet waren.

In Rio de Janeiro sorgte ein Teilstreik des Bodenpersonals der Flughäfen für Verärgerung. Wegen einer kurzzeitigen Blockade der zentralen Zufahrtsstraße zu Rios internationalem Flughafen Galeão kam es zu kilometerlangen Staus. Einige Passagiere verpassten ihre Flüge. «Das ist eine Schande. Wie kann ein Dutzend Personen den Verkehr für Tausende blockieren und die Polizei schaut untätig zu», sagte die Unternehmerin Tatiana Maia, die ihren Flug verpasste. In der WM-Stadt Natal im Nordosten Brasiliens waren die Busfahrer im Streik. Nur 30 Prozent der Busse waren im Einsatz.

Präsidentin Dilma Rousseff hatte klar gemacht, dass die Sicherheitskräfte keine Toleranz im Falle möglicher Krawalle zeigen werden. «Wir sind ein demokratisches Land, und wir respektieren das Recht der Menschen zu demonstrieren», sagte sie. Doch es werde nicht die «geringste Rücksichtnahme» gegenüber Randalierern geben. Die Regierung werde auch «die Sicherheit aller Touristen garantieren».

Unklar blieb, wie viele Randalierer sich an den Krawallen beteiligten. Nach unterschiedlichen Angaben waren es zwischen 50 und 300. Vermutlich bekamen aber die wenigsten WM-Fans in São Paulo von den Ausschreitungen direkt etwas zu spüren. Um das Eröffnungsstadion Arena Corinthians war Feststimmung angesagt. Tausende Fans waren schon am Vormittag zu dem Stadion gepilgert, um die WM-Eröffnung zu feiern.

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