Steuerkassen quellen über, doch ausgerechnet die SPD will ihren Wählern nicht entgegenkommen: SPD-Fraktionschef Oppermann sieht kaum Chancen für Abschaffung der kalten Progression.
WM-News-Ticker WEITERLESEN
Gleichzeitig fordert Oppermann seine Partei auf, das Wirtschaftsprofil zu schärfen. „Wir müssen uns wieder auf die Grundwahrheiten besinnen. Wir können nur das verteilen, was vorher erwirtschaftet wurde“, sagte er der WirtschaftsWoche. „Dafür müssen wir wettbewerbsfähig bleiben und unternehmerisches Handeln fördern. Arbeitnehmer und Unternehmer müssen sich bei uns wohlfühlen und gut arbeiten können.“ Zu dieser Neupositionierung gehöre auch ein neues sozialdemokratisches Steuerprogramm: „Wir werden zur nächsten Bundestagswahl ein intelligentes Steuerkonzept vorlegen, das Be- und Entlastungen neu justiert.“
Den gesetzlichen Mindestlohn verteidigte Oppermann, auch wenn er Arbeitsplätze kosten werde. „Wenn ein Unternehmen nur aufgrund von Dumpinglöhnen erfolgreich ist, hat es kein Geschäftsmodell“, sagte Oppermann. „Solche Unternehmen dürfen in einer sozialen Marktwirtschaft keinen Platz haben.“



