Greenpeace: mit CO2 Angst machen und selbst per Jet zur Arbeit fliegen. Der Luxemburger Greenpeace-Chef pendelte jahrelang mit dem Flugzeug nach Amsterdam. - Jetzt wurde er erwischt und will mit dem Zug fahren.
Die Umweltorganisation Greenpeace ist bekannt für ihre spektakulären Kampagnen – unter anderem auch gegen Flugverkehr. Bei sich selbst nehmen es die Greenpeace-Manager anscheinend damit nicht so genau. Der Luxemburger Greenpeace-Chef Pascal Husting pendelte jahrelang mit dem Flugzeug nach Amsterdam. Die Fahrt mit dem Zug war ihm zu umständlich und dauerte zu lange.
Husting pendelt seit 2012 mit dem Flugzeug von seinem Wohnort Luxemburg nach Amsterdam, wo er in der Greenpeace-Zentrale die Abteilung „Internationale Programme“ leitet - in der auch Aktionen gegen den Flugverkehr geplant werden. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, selbst ins Flugzeug zu steigen, obwohl es für die kurze Strecke auch Züge gibt.
Laut Recherchen der britischen Zeitung „Guardian“ fliegt Husting die 350 Kilometer zwei Mal im Monat hin und zurück. Die Kosten dafür – rund 250 Euro pro Einzelflug – bezahlt sein Arbeitgeber.
Greenpeace-Gläubige zeigten sich entrüstet über die Politik an der Spitze der Organisation. Aktivisten beschwerten sich über die Reisegewohnheiten der Manager und die lockere Ausgabepolitik. Bereits vor vier Wochen war ein misslungenes Währungsgeschäft von Greenpeace bekannt geworden, bei der ein Angestellter 3,8 Millionen Euro Spendengelder verspekuliert hatte.
Pascal Husting reagierte nun auf die vorwürfe und gelobte, nicht sofort, jedoch ab September mit dem Zug zur Arbeit zu fahren. „Es war eine Fehleinschätzung. Ich hätte von Anfang an den Zug nehmen sollen. Das werde ich in Zukunft machen“, sagte er in einer Reaktion auf die Presseberichte.



