Angeblich wird durch den Mindestlohn eine "Gerechtigkeitslücke" geschlossen. Doch die roten Deppen im Reichstag erzeugen mit dieser populistischen Aktion genau das Gegenteil. Welche Auswirkungen der Mindestlohn tatsächlich haben wird, bekommen am ehesten jene zu spüren, die ihn angeblich dringend brauchen.
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Kommentar in der "Welt"
Die Volksvertreter sind dem Wortsinne ihrer Berufung gerecht geworden, als sie am Donnerstag eine historische Entscheidung getroffen haben: Die Einführung eines allgemeinen und flächendeckenden Mindestlohns für Deutschland. Es ist ein grobschlächtiges wie ideologisches Mittel zur Schließung jener in diesem Land besonders leidvoll ertragenen Gerechtigkeitslücken. Langzeitarbeitslose und Nichtqualifizierte werden kaum eine Chance mehr erhalten, die Generation Praktikum kann einpacken, Frisuren werden teuer und für die untere Mittelschicht zum Luxus. Es wird mehr Schwarzarbeit geben und Jobs wandern im Osten über die Grenze. Aber das Gute ist: Die Deutschen sind wieder ein wenig gerechter geworden. Glauben sie zumindest. Die fünf Neinsager aber stehen für ein freieres, liberaleres Land.



