Die Erste Group, eine der größten Banken im Euro-Land fand überraschend ein großes Milliardenloch. Geschäft in Rumänien und Ungarn muss wohl ganz abgeschrieben werden. Folge: Kurssturz bei Österreich-Banken. Erste verliert fast 15%, Raiffeisenbank 5% runter. - Bisher aber kaum Auswirkungen auf deutsche Banken.
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Die Erste Group erwartet wegen anhaltender Probleme in Ungarn und Rumänien im laufenden Jahr einen Rekordverlust: Unter dem Strich werde voraussichtlich ein Minus von 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro stehen, teilte das Spitzeninstitut der österreichischen Sparkassen am Abend kurz nach Börsenschluss mit. Grund für die außergewöhnlich hohen Verluste sind hohe Einbußen durch die Pläne der ungarischen Regierung, die Banken bei Fremdwährungskrediten erneut zur Kasse zu bitten.
In Rumänien machen der Erste Group außerdem auch höhere Vorsorgen für faule Kredite zu schaffen. Konzernweit erwartet das Institut hier nun einen Anstieg der Vorsorgen auf 2,4 Milliarden statt der bislang in Aussicht gestellten 1,7 Milliarden Euro. Abgesehen davon droht der Erste Group bei der rumänischen Tochter im schlimmsten Fall eine Abschreibung von 1 Milliarde Euro, sollte die Bank ihre dortigen Firmenwerte und latente Steuern komplett im Wert berichtigen müssen.



