Ende Juni ließ EZB-Präsident Mario Draghi durchblicken, dass der Leitzins der Europäischen Zentralbank noch mindestens zweieinhalb weitere Jahre niedrig bleiben werde – er hofft so auf die Konjunkturerholung in Europa und die Abwendung einer Deflation. Der Haken: Besonders Sparer müssen nun auch weiterhin um ihr Geld bangen.
Ziehen die Zinsen wieder an?
Erst wenn die Verbraucherpreise wieder anziehen, wird die EZB die Zinsen Schritt für Schritt wieder anheben. Zwar sehen Experten hierfür bereits erste Anzeichen, da der Abwärtstrend der Inflationsrate vorerst gebrochen scheint und auch die US-Notenbank die Zinsen wieder anhebt – in der Vergangenheit folgte die Inflationsdynamik des Euroraum häufig der der USA – jedoch gab EZB-Präsident Mario Draghi noch Ende Juni ganz andere Signale. Darum sollten Sparer vorerst nicht erwarten, durch klassische Geldanlagen wie Tagesgeldkonten oder Bankeinlagen große Vermögen anhäufen zu können. Selbst Staatsanleihen lohnen sich bezüglich der Zinsen nicht, auch wenn sie derzeit als sicher gelten.
Geldanlage nach Summe auswählen
Experten raten darum dazu, kleine Summen in Unternehmensanleihen mit Restlaufzeiten von unter zwei Jahren zu investieren. Ihre Scheu sollten die Anleger auch vor Aktien verlieren. Besonders die deutsche Wirtschaft ist wieder auf dem Vormarsch – geraten wird also zu dividendenstarken Unternehmen wie der Deutschen Telekom oder Daimler. Der Deutsche Bank-Chef Anshu Jain gibt zudem den Tipp, das Geld aufzuteilen – ein Teil sollte dabei in Festzins-Papiere von zinsstarken Ländern gehen, ein weiterer Teil in Immobilienfonds und der Rest in Aktien und Aktienfonds. Durch diese Verteilung minimieren Sie das Gesamtrisiko und können auf höhere Renditen hoffen. Geht es um die Anlage von größeren Summen wie zum Beispiel Lotteriegewinnen (mehr zum Thema Investition von Lotteriegewinnen finden Sie bei SKL Boesche) oder Erbschaften, ist auch die Investition in Sachwerte eine gute Alternative. Als Geldanlage geeignet sind beispielsweise werthaltiger Schmuck, Oldtimer oder limitierte Alkoholika. Zwar weisen diese Sachwerte eher eine langfristige Wertsteigerung auf, jedoch sind die Renditen dann auch sehr hoch.
Festgeldkonten für Kurzentschlossene
Möchten Sie jedoch erst einmal abwarten und schauen, in welche Richtung das Zinspegel wirklich ausschlägt, können Sie ihr Geld auch zunächst auf einem Festgeldkonto mit geringer Laufzeit anlegen. Hier bekommen Sie zwar niedrige aber sichere Zinsen und können am Ende der Laufzeit entscheiden, wie Sie mit Ihrem Geld weiter vorgehen möchten, bzw. schauen, ob sich auf dem Finanzmarkt inzwischen etwas getan hat.



