Ein angeblich von Kiew zerstörter, russischer Militärkonvoi in der Ukraine versetzte Welt und Börsen in Schrecken. Doch die Geschichte entpuppte sich als plumpe Lüge - genau so wie die offizielle Version vom MH17 Abschuss?
Von Michael Mross
Die Propagandaschlacht um die Ukraine geht in eine neue Dimension. Die Umstände des Abschusses von MH17 werden vom Westen noch immer verschwiegen. Ermittlungsergebnisse gibt es angeblich erst Mitte September, wesentliche Fakten - wie die Fluglotsengespräche - bleiben weiter unter Verschluss.
Sollte sich am Ende erweisen, dass nicht die bösen Rebellen die Schuldigen sind, sondern das Regime in Kiew selbst - und damit der Westen und die EU, welche die Junta unterstützen?
Fakt: Wenn die eifrigen Ermittlungen bisher nur ein Fünkchen der These untermauern könnten, dass Russland schuld ist, dann wäre dies schon längst veröffentlicht worden. Aber die Untersuchungen können das gewünschte Ergebnis offenbar nicht bestätigen. So breitet man den Deckmantel des Schweigens über die Angelegenheit aus und hofft auf Vergessen.
Die Berichterstattung zum Thema ist und bleibt ein manipulierter Albtraum. Niemals zuvor hat die westliche Presse mehr versagt als beim Thema MH17, wo wichtige Fragen ignoriert wurden und der Schuldige ohne Beweise sofort feststand: Putin.
Die Affäre um MH17 gerät jedoch mit dem jüngsten Lügenmärchen aus Kiew in ein ganz anderes Licht: Ein angeblich zerstörter, russischer Militärkonvoi, welcher angeblich die Grenze überschritten hätte und dort von ukrainischen Soldaten vernichtet wurde.
Kleinlaut musste nun auch das Weiße Haus zugeben, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die Russen die Grenze überschritten hätten. Gäbe es diese, hätten die USA auch schon längst die Satellitenbilder vorgelegt. Die gibt es aber nicht, weil die Aktion von Anfang an erfunden war und nur einem Zweck diente: Kriegsspirale voranzutreiben.
Die Sache wird aber noch perverser: Nach Angaben der Separatisten hat Kiew eigene Panzer angegriffen und vernichtet - berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax.
Insgesamt sollen bis zu 100 Fahrzeuge durch "freundliches Feuer" zerstört worden sein. Da zwei in der Nähe anwesende, britische Journalisten offenbar Freund und Feind nicht unterscheiden konnten, vermeldeten sie eine vermeintliche Attacke auf russische Eindringlinge. Und die NATO griff den "Augenzeugenbericht" natürlich dankbar auf. Der ukrainische Präsident Poroschenko unterrichtete Cameron über die Zerschlagung einer „russischen Militärkolonne“ und log das Blaue vom Himmel - breit orchestriert von den westlichen Weltmedien.
Russland dementierte den Vorgang zwar sofort, doch davon nahmen die westlichen Medien keine Notiz. Brav beteten SPIEGEL & Co. die Story vom angegriffenen russischen Militärkonvoi auf ukrainischem Boden herunter. Auch 24 Stunden später erfolgte keine Berichtigung, oder gar Entschuldigung für diese Falschmeldungen. Beim SPIEGEL waren sogar gefakte Twitterbilder von angeblichen russischen Panzern zu sehen.
Das ist der Untergang des Journalismus, wenn er sich nicht längst schon vorher selbst abgeschossen hätte.



