Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hat die NATO und die Europäische Union gebeten, sein Land im Kampf gegen die pro-russischen Separatisten militärisch zu unterstützen.
Klimkin sagte dem "Deutschlandfunk", mit solch einer Hilfe wäre es für die ukrainischen Truppen leichter, vor Ort zu agieren.
Klimkin betonte, die Gefahr einer russischen Invasion sei allgegenwärtig. Fast täglich würden ukrainische Truppen von russischem Territorium aus beschossen. Zudem kämen immer mehr Söldner, gelangten immer mehr Waffen aus Russland in die Ukraine.
Angriffe der eigenen Armee auf Wohngebiete in ukrainischen Städten verneinte der Außenminister. Beschuss mit Artilleriefeuer oder anderen schweren Waffen habe es nur von Seiten verschiedener Rebellengruppen gegeben. Ziele auf russischem Boden seien von der Ukraine aus nicht beschossen worden, erklärte Klimkin.
Die NATO forderte Klimkin zu einem Strategiewechsel und mehr Unterstützung für Kiew auf: Der Ukraine müsse mit neuen Mitteln geholfen werden. Sein Land benötige neben der Hilfe für die Streitkräfte auch mehr politische Unterstützung. Eine Mitgliedschaft der Ukraine in dem transatlantischen Militärbündnis stehe derzeit aber nicht zur Debatte, betonte Klimkin. Dafür gebe es im Land keinen politischen und gesellschaftlichen Konsens.



