Die US-Ölproduktion steig im letzten Monat auf das höchste Juliniveau seit 28 Jahren, so dass die Ölimporte trotz der stärkeren Nachfrage auf das niedrigste Niveau für Juli seit 19 Jahren zurückgingen. Die Importe von Ölprodukten sanken sogar auf ein 33-Jahrestief.
Die Ölpreise haben sich von ihren Mitte der Woche verzeichneten Tiefständen etwas erholen können. Brent steigt am Morgen auf gut 102,5 USD je Barrel, WTI auf 94 USD je Barrel. Offensichtlich führt das niedrige Preisniveau zu einer Belebung der Nachfrage.
Die US-Lagerdaten hatten am Mittwoch gezeigt, dass die US-Raffinerien angesichts der günstigen Preise ihre Rohölverarbeitung maximieren. Zusätzlichen Auftrieb gibt die Nachricht des Laut American Petroleum Institute, wonach die Ölnachfrage in den USA bereits im Juli um 1,3% gegenüber dem Vorjahr auf 19,3 Mio. Barrel pro Tag gestiegen ist, was dem höchsten Juliniveau seit vier Jahren entsprach.
Gleichzeitig erreichte aber auch die US-Ölproduktion im letzten Monat das höchste Juliniveau seit 28 Jahren, so dass die Ölimporte trotz der stärkeren Nachfrage auf das niedrigste Niveau für Juli seit 19 Jahren zurückgingen. Die Importe von Ölprodukten sanken sogar auf ein 33-Jahrestief, obwohl die Destillatenachfrage ein 7-Jahreshoch erreichte.
Dadurch werden die einschneidenden Auswirkungen der steigenden Schieferölproduktion für den US-Markt deutlich. Es gibt darüber hinaus aber auch spürbare Auswirkungen auf den internationalen Markt. Denn das von den USA nicht mehr importierte Öl drängt stattdessen auf den Weltmarkt und sorgt dort für Druck auf die Preise.
Zudem sorgen die steigenden US-Exporte von Ölprodukten für ein Überangebot v.a. in Europa, was sich in steigenden Lagerbeständen niederschlägt und auf die Verarbeitungsmargen drückt. Laut PJK International stiegen die ARA-Gasölvorräte in dieser Woche um weitere 33 Tsd. auf ein 2½-Jahreshoch von 2,741 Mio. Tonnen.



