Im Vatnajökull Nationalpark im Herzen Islands ist nun wie erwartet der Bardarbunga Vulkan ausgebrochen. Die Webcam zeigt jedoch nichts ausgewöhnliches. Trotzdem wurde der Luftraum gesperrt. Eine übertriebene Maßnahme? - Bisher keine Vulkanasche.
Droht demnächst das gleiche Flugchaos wie 2010, bei dem übereifrige Behörden gleich den ganzen Luftraum der nördlichen Hemisphäre sperrten, weil auf Island ein Vulkan ausgebrochen ist.
Island hat inzwischen Teile des Luftraums gesperrt, weil es eine kleine Eruption gegeben habe. Es ist fraglich, warum es zu dieser Maßnahme kam, denn nach Behördenangaben wurde zunächst keine Vulkan-Asche ausgespeit. Warum also dann die Luftraumsperrung?
Der jetzige Ausbruch ereignete sich nördlich des Vulkans Bardarbunga an einer Stelle, die nicht von Gletschern bedeckt ist. Damit ist das Risiko geringer, dass Aschewolken in die Höhe geschleudert werden.
Im April 2010 hatte der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull einen Monat lang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt. Mehr als 100.000 Flüge wurden damals gestrichen, gut acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest.
Die Webcams zeigen jedoch keine aussergewöhnlich Aktivität und auch nicht viel Qualm. Leider sind die Livecams oft überlastet, weil sich zu viele Besucher selbst ein Bild über die Lage machen wollen. Der örtliche Anbieter hat derzeit zwei Links bereitgestellt, um die Live-Bilder zu sehen. Beide sind jedoch zeitweise außer Betrieb. Also: öfter mal vorbeischauen.



