Griechischer Energieminister fordert Notfall-Planung für europäische Gasversorgung. - Ökonom fürchtet Gas-Lieferstopp bei härteren Russland- Sanktionen.
Es sei nicht auszuschließen, dass damit die Verunsicherung weiter um sich greife „mit schwer quantifizierbaren wirtschaftlichen Schäden für beide Seiten“, sagte Horn weiter. Die entscheidende Frage sei jedoch politischer Natur und laute: Wie solle das alles enden? „In einer politisch und wirtschaftlich interdependenten Welt kann niemand ein Interesse an einem radikalisierten und wirtschaftlich verelendenden Russland haben“, betonte Horn. „Insofern kann man nur festhalten, dass Sanktionen diesen Konflikt letztlich überhaupt nicht im Interesse Europas lösen können“, fügte der IMK-Chef hinzu.
In einem Brief an den zuständigen EU-Kommissar Günther Oettinger habe er vorgeschlagen, überschüssiges Flüssiggas jetzt nicht in Drittländer zu exportieren, sondern für den eigenen Bedarf in Europa vorzuhalten. „Der Gedanke ist, dass wir in Europa die verfügbaren Flüssiggas-Kapazitäten in einer solchen Krise gemeinsam nutzen“, sagte Maniatis dem Handelsblatt. Griechenland bezieht nach den Worten des Ministers etwa 60 Prozent seines Erdgases über ukrainische Pipelines aus Russland.



