Rapid Trident 14: Die Nato will Mitte September ein großes Militärmanöver in der Ukraine veranstalten. Auch Bundeswehr mit dabei. Moskau spricht von Provokation.
Unter dem Namen "Rapid Trident 14" veranstaltet die Nato ein großes Manöver in der Ukraine. Die Soldaten würden gemeinsam Durchsuchungen, Patrouillen, Konvoifahrten, Rettungseinsätze und die Suche von Sprengsätzen üben, hieß es aus offiziellen Nato-Kreisen.
Russland hat das Manöver kritisiert, das für Mitte des Monats im Westen der Ukraine geplant ist. Die Übung sei inmitten des Ostukraine-Konflikts eine "Provokation", sagte Generaloberst Leonid Iwaschow der Agentur Ria Nowosti zufolge in Moskau. Es bestehe die Gefahr, dass ein begrenztes Nato-Truppenkontingent nach dem Manöver einfach in der Ukraine verbleiben könne.
Das polnische Verteidigungsministerium teilte am Mittwoch mit, an der Übung vom 13. bis 26. September auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe von Lemberg, das auf Ukrainisch Lwiw heißt, würden Soldaten aus zwölf Ländern teilnehmen. Darunter seien Truppen aus Polen, Rumänien, Moldau, Bulgarien, Spanien, Estland, Großbritannien, Litauen und Norwegen.
Die Nachrichtenagentur AFP meldete mit Verweis auf das polnische Ministerium, dass auch Soldaten der USA und der Bundeswehr teilnehmen. Das Verteidigungsministerium in Berlin erklärte auf Anfrage, dass man beabsichtige, nur "Einzelpersonal - insgesamt vier Teilnehmer in Stabsfunktionen als Übungsauswerter und logistisches Fachpersonal" zu beteiligen.



