Studie: Deindustrialisierung in Europa schreitet voran. Europas kleine und mittelständische Industrieunternehmen kämpfen mit einer schwierigen Kreditversorgung, einem wachsenden Mangel an gut qualifizierten Fachkräften und hohen Energiekosten.
Der Brüsseler Bestandsaufnahme zufolge kämpfen vor allem Europas kleine und mittelständischen Industrieunternehmen mit einer nach wie vor schwierigen Kreditversorgung, einem wachsenden Mangel an gut qualifizierten Fachkräften und hohen Energiekosten. „Verbesserungen bei der Energieeffizienz haben den negativen Effekt steigender Energiepreise nicht kompensieren können“, stellt die Kommission in ihrem Bericht fest. Außerdem müssten viele EU-Staaten dringend administrative Hürden bei der Neugründung von Unternehmen senken und Forschung und Entwicklung vorantreiben
Die industrielle Leistungsfähigkeit bleibt in der EU höchst unterschiedlich. Deutschland, Dänemark, Irland und die Niederlande liegen bei der Wettbewerbsfähigkeit vorn. Darauf ausruhen können sie sich nicht. So sieht die EU-Kommission für die nächste Dekade in Deutschland erheblichen Bedarf für Investitionen in die Infrastruktur, bei der Versorgung mit Fachkräften angesichts der demografischen Entwicklung sowie bei der Bereitstellung von Risikokapital. „Zur Bewahrung ihrer Wettbewerbsfähigkeit steht Deutschlands Industrie mittel- und langfristig vor ernst zu nehmenden Herausforderungen“, warnt die Kommission.
Auf hohem Niveau stagnierend und vom Abstieg bedroht sieht die Kommission Belgien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Österreich, Luxemburg, Schweden und Finnland.



