Silberpreis fällt auf tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren
Von Commerzbank Commodity Research
Gold handelt am Morgen nur noch knapp oberhalb der Marke von 1.200 USD je Feinunze auf einem 8½-Monatstief. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten am Freitag mit 10,1 Tonnen den höchsten Tagesabfluss seit Dezember. Diese gingen größtenteils auf das Konto des weltgrößten Gold-ETFs, SPDR Gold Trust, dessen Bestände mit 776 Tonnen auf das niedrigste Niveau seit Dezember 2008 gefallen sind.
Gegenwind erhält der Preis aber nicht nur seitens der ETF-Investoren, sondern auch von den spekulativen Finanzanlegern. Denn diese haben in der Woche zum 16. September im großen Stil Short-Positionen aufgebaut, so dass die Netto-Long-Positionen auf ein 3-Monatstief von 40,3 Tsd. Kontrakten reduziert wurden.
Deutlich stärker als Gold steht Silber unter Druck. Nachdem das weiße Edelmetall am Freitag schon fast 4% verloren hat, fällt es zum Wochenauftakt zwischenzeitlich auf 17,3 USD je Feinunze, den tiefsten Stand seit Juli 2010.
Die spekulativen Finanzinvestoren hatten sich schon vor dem jüngsten Preisrutsch sehr pessimistisch gezeigt – erstmals seit drei Monaten bestanden in der Beobachtungsperiode wieder Netto-Short-Positionen. Diese kamen überwiegend durch einen Aufbau von Short-Positionen zustande, die nur noch marginal unter dem Rekordhoch liegen.
Mittlerweile dürften die (Netto-) Short-Positionen weiter aufgebaut worden sein. Durch den Preisverfall von Silber ist das viel beachtete Gold/Silber-Verhältnis auf 69 und somit das höchste Niveau seit Juni 2010 gestiegen.
Der Euro hat am Montag seine frühen Gewinne nicht halten können. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2840 US-Dollar und damit so viel wie im asiatischen Handel. Zeitweise hatte der Euro moderat zulegen können.



