Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 findet möglicherweise doch nicht in Katar statt. Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger: im Sommer ist es zu heiß in dem Wüsten-Emirat. Nicht nur für die Spieler, auch für die Fans sei das Risiko zu groß.
Die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 nach Katar löste von Anfang an Rätselraten aus: Wieviel Bestechungsgelder sind wohl geflossen, um die Fußballelite bei 50 Grad im Schatten in das Wüstenemirat zu locken?
Nun wird eine Verlegung in den Winter erwogen, doch auch eine Neuvergabe scheint alles andere als ausgeschlossen.
Diese Position teilt auch Theo Zwanziger. Der 69-Jährige ist Mitglied im Exekutivkomitee der Fifa und warnt vor den gesundheitlichen Risiken für Spieler und Fans. "Persönlich glaube ich, dass die WM 2022 am Ende nicht in Katar stattfinden wird", sagte Ex-DFB-Präsident Zwanziger der "Sport Bild".
Er spielt dabei auf die klimatischen Bedingungen in dem Wüstenstaat an: "Die Mediziner sagen - und das habe ich im Protokoll festhalten lassen -, dass sie nicht verantworten können, dass im Sommer unter diesen Bedingungen eine WM stattfindet."
Die WM finde nicht nur in den Stadien statt, auch die Fans seien in der Hitze unterwegs. "Der erste lebensbedrohliche Vorfall würde sofort zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen führen. Das würde niemand im Fifa-Exko verantworten wollen", sagte Zwanziger.



