Manipulation und Falschinformationen: In einer "Zwischenbilanz: Der Ukraine-Konflikt in der Tagesschau" gesteht die ARD-Redaktion ihr Versagen. Gleichzeitig rechtfertigt sie aber ihre Berichterstattung und nimmt Redakteure in Schutz anstatt sie zu feuern. Diese hätten "hervorragende Arbeit geleistet".
Via Fefe
Die Tagesschau gibt vollständiges Komplettversagen in der Ukraine-"Berichterstattung" zu. Ich zitiere mal:
Mit dem Wissen von heute hätten wir manchen Akzent anders gesetzt und manche Formulierung anders gewählt (hinterher ist man halt schlauer). Möglicherweise sind wir zu leicht dem Nachrichten-Mainstream gefolgt. Vielleicht hätten wir rechte Gruppierungen in der Ukraine früher thematisieren sollen. Der falsche Hubschrauber war sehr ärgerlich, aber wir sind damit wenigstens richtig (weil transparent) umgegangen. Wir hätten uns bei der Formulierung “OSZE-Beobachter” eher eine andere Formulierung wählen können. Vielleicht haben wir die russischen Interessen zu wenig für den deutschen Zuschauer “übersetzt”. Wir hätten evtl. die NATO-Position noch kritischer hinterfragen können.
Ausdrücklich haben wir in der Diskussion unsere Korrespondentinnen und Korrespondenten vor Kritik in Schutz genommen. Sie haben unter physisch und psychisch äußerst strapaziösen Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet.
Leider ziehen sie am Ende den Schluss, doch alles richtig gemacht zu haben. Und zwar wegen des "geistig behindertes Kind in der Grundschule"-Argumentes:
Wir haben stets nach bestem Wissen und Gewissen sowie sorgfältiger Recherche berichtet.
Aha? Besser könnt ihr einfach nicht, sagt ihr? Das ist ja tragisch.
Es gibt keinen Grund, sich für Fehler zu entschuldigen oder in der Berichterstattung nun gar “gegenzusteuern”.
Aber nicht doch, mein Herr! Natürlich nicht! Wo kämen wir da hin! Die Tagesschau hat schließlich auch in Zukunft einen Nato-Propaganda-Auftrag. Ich amüsiere mich ja besonders über das "noch kritischer hinterfragen können". Wie, NOCH kritischer? Geht das überhaupt?!?!



