Wegen Teilnahme an Friedensdemo vor Kanzleramt am 3.10.: Der Mannheimer Oberbürgermeister Kurz distanziert sich von Naidoo. Der Sänger vertrete "radikal libertäre, anti-staatliche Positionen". Auch die Grünen kläffen.
Nach den Schlagzeilen um seine Auftritte am Tag der deutschen Einheit in Berlin, hat der Mannheimer Xavier Naidoo am Rande einer Fernseh-Pressekonferenz in Österreich Stellung bezogen. Er betonte, dass "ich weder homophob noch irgendwie rechtsradikal bin. Ich habe selbst Morddrohungen aus der rechten Szene bekommen, als wir Rock gegen Rechts gemacht haben." Unterdessen distanzierte sich OB Peter Kurz von Naidoos "radikal libertären, anti-staatlichen Positionen"
Naidoo sagte, er habe die Menschen aufgefordert, alles für den Frieden zu tun. "Mir war bewusst, dass ich kritisiert werden kann, wenn ich das mache, aber es ist für mich an der Zeit, Stellung zu beziehen. Ich finde, wir sind an einem kritischen Punkt in Europa angekommen, und ich bin ganz klar gegen Krieg." Er stellte klar, dass er spontan und ohne Einladung das Wort ergriffen habe: "Ich war alleine mit meinem Fahrrad und bin im Regierungsdistrikt rumgefahren. Die Menschen haben mich, als ich im Publikum stand, angesprochen, ob ich etwas sagen möchte, und das habe ich getan."
Einer Anfrage der Mannheimer Grünen zu Naidoos Position als Imageträger der Stadt Mannheim griff OB Peter Kurz auf Anfrage der Mannheimer Zeitung "Morgenweb" vor: "Ich bedaure diese Entwicklung sehr. Xavier Naidoo ist ein sozial und für die Stadt engagierter und kreativer Künstler. Er stellt sich mit seinen politischen Äußerungen ins Abseits und in die Nähe von Personen, wo er meines Erachtens nicht hingehört. Er vertritt im Einzelnen radikal libertäre, anti-staatliche Positionen, mit denen wir uns als Stadt in keiner Weise identifizieren können."
Kurzauftritt von Xavier Naidoo am 3.10. vor dem Kanzleramt



