Wieder ein neuer Schlag der Lobbyisten in Brüssel: Ab November dieses Jahres müssen alle neuen Autos mit einem System ausgestattet sein, das ständig den Reifendruck überwacht. Das ist teuer und macht den Reifenwechsel schwieriger.
Um das Autofahren angeblich sicherer zu machen, schlägt die EU am 1. November mit einer neuen Verordnung in Sachen Autoreifen zu. RDKS heisst das Wortungetüm - bedeutet: Reifendruckkontrollsystem.
Das ist ein klarer Lobby-Sieg in Brüssel, für die alle Autohalter demnächst tief in die Taschen greifen müssen. Der Reifenhandel frohlockt.
Beim Wechsel von Sensor-Reifen geht das "Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk" (BVR) pro Fahrzeug von einem Arbeitsmehraufwand gegenüber herkömmlichen Reifen von 18 bis 25 Minuten aus. Bei einem Werkstatt-Stundenlohn von 60 Euro wären das 18 bis 25 Euro zusätzliche Kosten.
Stärker fällt aber die Technik selbst ins Gewicht: Für Originalsensoren vom Autohersteller wird eine Preisspanne von 30 bis 120 Euro pro Reifen veranschlagt.
Wieviel Geld oder wieviel Pöstchen bei den Verantwortlichen in Brüssel von der Reifenlobby für die neue Attacke ausgelobt wurden ist unbekannt. Medial wird die unsinnige Verkomplizierung als wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit verkauft. Angeblich würde damit auch Sprit gespart.



