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SPON hetzt gegen Russia Today

Da offenbar die eigene Leserschaft abnimmt, greift SPIEGEL Online nun zum letzten Mittel: Hetze gegen die Konkurrenz. Denn: Wie kann es sein, dass sich irgendein Medium erlaubt, anderer Meinung zu sein als jene, die das deutsche Leitmedium vorgibt?

 

Von Gert Luchtengart

Wer von der politischen Leitlinie abweicht, welche SPIEGEL & Co. vorgeben, bekommt sofort die volle übliche Hetz-Salve ab: Alles Verschwörungstheorie, antisemitisch und neurechts. Heute hat sich SPIEGEL online mal wieder Russia Today vorgeknöpft - ein Sender, der die Welt bekanntlich ein wenig anders sieht und auch andere Meinungen zu Wort kommen lässt. Und das geht ja nun gar nicht.

Ob MH17 oder Ukraine, wie können Interviewpartner von Russia Today anderer Meinung sein als es das Verlagshaus in Hamburg vorgbit, welches gerne auch schon mal BND-Verlautbarungen unwidersprochen abdruckt und in Sachen böser Putin aus allen Rohren feuert.

Wie oft wurden dabei unbelegte Behauptungen und Anklagen ohne Faktengrundlage erhoben, die gerade in Sachen MH17 und Ukraine schon an Kriegshetze heranreicht?

So schlimm, dass sich sogar der ansonsten zahme deutsche Presserat der SPIEGEL-Berichterstattung angenommen hat und in Sachen MH17 eine "Missbilligung" ausgesprach. Das wird von den SPIEGEL-Zeilenschindern allerdings vornehm ins Reich des Vergessens befördert. Unjournalistisch sind nur die anderen.

Was der SPIEGEL schreibt muss von den Lesern so angenommen werden. Und da wo, der SPIEGEL Gefahr durch die Leser befürchtet, werden kurzerhand die Kommentare gesperrt. Ist das die neue Form des deutschen Journalismus?

In Sachen MH17 wagt doch tatsächlich ein Ex-Pilot der Lufthansa eine andere Meinung zu haben und präsentiert diese bei Russia Today. SPON kontert prompt mit dem Hetz-Titel  "Propaganda für den Kreml: Putins deutsche Gehilfen":

Eine andere Theorie zum Abschuss der Boeing präsentiert wiederum der Auslandssender Russia Today. In einem Beitrag mit dem Titel "MH17 - The untold Story", behauptet der Kanal, das Flugzeug sei von einem ukrainischen Kampfjet abgeschossen worden. Als Kronzeuge tritt wiederum ein deutscher Experte auf, ein pensionierter Pilot. Peter Haisenko hat sich im Internet Fotos von Trümmerteilen angesehen. Er glaubt, darauf Beweise für einen Beschuss durch eine 30-Millimeter-Bordkanone entdeckt zu haben. Nicht thematisiert wird in dem Beitrag, dass auch Boden-Luft-Raketen ähnliche Löcher in ein Flugzeug reißen können.

Auch ansonsten beklagt der SPIEGEL, dass bei Russia Today angeblich irgendwelche Nullnummern auftreten können, die in Deutschland keiner kennt.

Tja, liebe SPIEGEL-Redaktion: Vielleicht solltet ihr die auch mal zu Wort kommen lassen, anstatt dauernd den politisch korrekten Propaganda-Schrott runterzuleiern.

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