Der Verkaufsdruck bei Gold und Silber geht vom Futuresmarkt aus, wo verstärkt auf fallende Preise gesetzt wird. Nach wie vor gibt es keine Anzeichen dafür, dass die physische Goldnachfrage in Asien anzieht.
Von Commerzbank Commodity Research
Die Preise für Gold und Silber finden keinen Boden. Gold fällt am Morgen um mehr als 2% auf ein 4½-Jahrestief von 1.145 USD je Feinunze. Silber gibt um 4% auf 15,4 USD je Feinunze nach und ist damit so billig wie zuletzt im Februar 2010. Auch Platin und Palladium können sich dem Abwärtssog nicht entziehen. Platin kostet inzwischen nur noch 1.200 USD je Feinunze und nähert sich damit wieder dem Anfang Oktober verzeichneten 5-Jahrestief. Palladium hat alle Gewinne der letzten Tage wieder abgegeben und handelt am Morgen bei 765 USD je Feinunze auf einem 2-Wochentief.
Der Verkaufsdruck bei Gold und Silber geht vom Futuresmarkt aus, wo verstärkt auf fallende Preise gesetzt wird. Nach wie vor gibt es keine Anzeichen dafür, dass die physische Goldnachfrage in Asien anzieht. Im Gegenteil, Händler in Shanghai berichten von Preisabschlägen für die lokalen Preise gegenüber den internationalen Preisen.
Solange die Kaufzurückhaltung in Asien anhält, dürfte es Gold schwerfallen, einen Boden zu finden. Daran ändern auch Nachrichten über eine kräftige Nachfrage von Kleinanlegern in Nordamerika und Europa nichts. Edelmetallhändler und Prägeanstalten berichten von der stärksten Nachfrage nach Münzen und kleineren Barren seit dem historischen Preisrutsch im April 2013, als der Goldpreis binnen zwei Tagen um 200 USD nachgab. Dem stehen allerdings Abflüsse aus den Gold-ETFs gegenüber, welche sich seit Anfang Oktober auf gut 40 Tonnen belaufen.



