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HARIBO geht nach Luxemburg

Luxemburg mach Steuerzahler froh - und HARIBO ebenso! Das Land von EU-Boss Juncker lockt mit Ministeuern. - Haribo will dort angeblich den Vertrieb in dem Zwergherzogtum steuern.

 

Die Süßwarenfirma Haribo weist Spekulationen zurück, sie wolle ihre Tochtergesellschaft in Luxemburg nutzen, um ihre Steuerlast in Deutschland gezielt zu verringern. Die Markenrechte lägen bei den deutschen Gesellschaften, die produzierenden Gesellschaften führten daher Lizenzgebühren nach Deutschland ab, sagte ein Haribo-Sprecher dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). „Entsprechend werden diese Lizenzeinnahmen auch in Deutschland versteuert“, betonte er.

Derzeit befinde sich die Luxemburger Tochter noch im Aufbau und diene der Steuerung des Vertriebs in Luxemburg, teilte der Sprecher mit. Ab dem kommenden Jahr werde sich die Gesellschaft aber mit einer anspruchsvolleren Aufgabe beschäftigen: Haribo will von Luxemburg aus sein internationales Duty-Free-Geschäft steuern. 30 Mitarbeiter sollen vor Ort arbeiten.

Medien hatten berichtet, der Zweck der neuen Gesellschaft sei laut Handelsregister unter anderem „das Halten und Finanzieren von Unternehmensbeteiligungen sowie die Abwicklung von kommerziellen, industriellen Geschäften“. Sie könne auch Markenrechte und „Intellectual Property Rights“ erwerben, verwalten und verwerten. Über Lizenzgebühren für Markenrechte verschieben etliche internationale Konzerne Gewinne aus europäischen Töchtern ins Niedrigsteuerland Luxemburg.

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