Die Aufklärung um die Absturzursache wird weiter verschleppt. Die Ermittlungen sollen nun bis August 2015 dauern. Die wichtigsten Fragen werden weiter verschleiert: Woher stammen die Einschusslöcher in der Maschine? Von einer Boden-Luftrakete oder der Kanone eines ukrainischen Kampfjets.
Die internationalen Ermittlungen zum Absturz der malaysischen Passagiermaschine MH17 im Kriegsgebiet Ostukraine werden um neun Monate bis August 2015 verlängert. Darauf hätten sich die Mitglieder des gemeinsamen Untersuchungsteams JIT geeinigt, teilte das australische Justizministerium mit. Die Federführung der Ermittlungen haben die Niederlande. Das Land hatte die meisten Opfer zu beklagen.
Wichtige Erkenntnisse bleiben bis heute jedoch unter Verschluss: So wurden die Cockpit-Gespräche ohne Angabe von Gründen nicht veröffentlicht. Laut Experten könnte man auch durch Geschoss-Spuren bei Passagieren und der Flugzeughülle eindeutig feststellen, welcher Herkunft diese waren. Doch entsprechende Ermittlungen wurden offenbar gar nicht erst angestrebt.
Was die Verzögerungen beim Einsammeln der Flugzeug-Trümmer angeht, wird immer wieder den Rebellen die Schuld gegeben. Dabei ist es die ukrainische Armee, welche das Gebiet weiterhin unter Feuer hält - um offenbar die Ermittlungen zu stören. Trotzdem müsste es schon längst möglich gewesen sein, zumindest einzelne Trümmerteile zu sichern und zu analysieren. Doch auch dazu gibt es bis jetzt keine Hinweise.



