Scharfe Kritik äußerte Lucke am Umgang der etablierten Parteien mit der neuen islamfeindlichen Bewegung. „Dass die Politiker der Altparteien und viele Medien reflexhaft Pegida ablehnen, ohne sich ernsthaft mit den Forderungen der Demonstranten zu befassen, ist ein Armutszeugnis“, sagte der AfD-Chef. Lucke stellte zugleich klar, dass es in der AfD-Führung keinen Streit über Pegida gebe. Parteivize Henkel hatte zuvor Mitgliedern der AfD von einer Teilnahme an diesen Demonstrationen abgeraten und dies damit begründet, dass die „Pegida“-Proteste einen „ausländerfeindlichen oder gar rassistischen Beigeschmack bekommen“ könnten.
Lucke sagte dazu: „Es hat anfänglich Irritationen gegeben, weil der unglücklich gewählte Name der Bewegung zu Befürchtungen führte, dass Pegida fremdenfeindlich und antiislamisch ausgerichtet sein könnte. Das wäre für die AfD inakzeptabel.“ Tatsächlich aber bejahe „Pegida“ ausdrücklich das Zusammenleben mit integrationswilligen Muslimen. „Die AfD ist sich einig, dass Pegida sich klar von rechtsextremen Mitläufern distanzieren und eindeutig für Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Religionsfrei! heit einstehen muss“, betonte Lucke und fügte hinzu: „Mit der Veröffentlichung ihres Positionspapiers hat Pegida einen großen Schritt in diese Richtung getan.“



