Die Finanzsituation in Russland hat sich dramatisch verschlechtert und droht nun auch Auswirkungen auf das internationale Finanzsystem zu haben. Die Börse in Moskau hat seit Sommer 60% verloren. Der Rubel ist in den freien Fall übergegangen.
Der dramatische Verfall des Rubels bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das internationale Finanzsystem. Insbesondere Banken sind heute auf der Verliererseite - nicht nur an der Börse in Moskau, die derzeit in 10%-Schritten crasht.
In Deutschland leidet bereits der Finanzsektor an der Börse - denn der Zusammenbruch Russlands ist kein singluläres Ereignis. In Deutschland gingen Deutsche Bank und Commerzbank auf Talfahrt. Noch ist völlig unklar, welche Auswirkungen der Crash des russischen Finanzsystems auf den Rest der Welt hat - nur eines ist klar: Die Folgen dürften drastisch spürbar sein.
Katastrophal sieht es derzeit in Russland aus: Schon am Vortag ging es an der Börse Moskau um 10% bergab. Seit Ende November hat der RTS inzwischen fast 40 Prozent verloren. Seit dem Hoch im Sommer beträgt das Minus annähernd 60 Prozent.
Der Rubel ist im freien Fall. Die russische Notenbank hatte zwar am Montagabend im Kampf gegen die Schwäche der heimischen Währung noch einmal aufgerüstet und den Leitzins drastisch um 6,5 Prozentpunkte auf 17 Prozent erhöht. Doch die Maßnahme ist verpufft. Der Rubel fällt weiter.



