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Die echte Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Merkel

Die Neujahrsansprache für 2015 von Bundeskanzlerin Dr.Angela Merkel im Wortlaut.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich freue mich Ihnen heute Abend mitteilen zu dürfen, dass Griechenland im Jahre 2015 aus dem Euro austreten wird.

Gottseidank können wir unsere Verluste damit auf 80 Milliarden € begrenzen. Ich meine: besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

An dieser Stelle aber auch eine traurige Botschaft: unsere Beziehungen zu Russland werden im kommenden Jahr durch eine kriegerische Auseinandersetzung geprägt sein. Unser amerikanischer Partner will es so. Präsident Barack Obama ist der Meinung, dass der russische Präsident ein Rassist sei und deswegen aus dem Amt gedrängt werden muss.

Ich verspreche Ihnen aber, dass alles, was nach Putin kommt, besser sein wird als der jetzige Präsident.

Ich habe aber auch eine frohe Botschaft für Sie: aufgrund der Absprache von den USA mit Saudi-Arabien, wird der Ölpreis im nächsten Jahr weiter fallen. Dies bedeutet, dass das Mullah-Regime im Iran aber spätestens dadurch auch jenes in Russland endlich zu Fall kommen wird.

Mit dieser Klappe schlagen wir aber auch eine dritte Fliege: Damit steht das sozialistische Regime in Venezuela ebenfalls am Abgrund. Auch das ist eine frohe Botschaft für die freie Welt.

Und nun zur Innenpolitik.

Wie Sie vielleicht der FAZ entnommen haben, versteht unser Finanzminister Schäuble durchaus das Geldsystem. Er hat nämlich das Buch von Professor Hans-Christoph Binswanger gelesen: "Geld und Magie - Eine ökonomische Deutung von Goethes Faust".

Aufgrund dieser Gedanken ist mittlerweile klar, dass sein Versprechen, den Staatshaushalt zu sanieren, nur von kurzfristiger Natur sein kann. Bis zum Ende seiner Amtszeit weiß er nun, dass die Schulden deutlich ausgeweitet werden müssen.

Das Versprechen einer Schuldenbremse ist nach der neuen Erkenntnis meines Finanzministers deshalb nie und nimmer einzuhalten.  Auch der Doktorand von Prof. Binswanger, der ehemalige Chef der Deutschen Bank - Josef Ackermann -  hat bereits bewiesen, dass die Schulden in unserer jetzigen Geldordnung nur ausgeweitet werden können. Dies konnte man an der ständig verlängerten Bilanz der Deutschen Bank gut ablesen.

Deswegen leider auch in diesem Zusammenhang jetzt die schlechte Nachricht, die ich Ihnen von meinem Finanzminister übermitteln muss: Im Gegensatz zu Staaten, sind Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, noch verpflichtet, ihre Schulden zurückzuzahlen.

Als Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland gibt es aber auch für Sie eine gute Nachricht: Wenn ich als Bundeskanzlerin zu gegebener Zeit den Staatsbankrott bekannt gebe, sind auch sie von ihren Schulden befreit.

Es ist aber nicht Hopfen und Malz verloren. Trotz der Bürde und den Verpflichtungen des Euros sind wir schließlich Weltmeister geworden. Ohne diese Bürde und auch ohne den Euro werden wir aber sicherlich 2016 Europameister.

Ein Wort noch zu Pegida:  Bitte lesen Sie diesem Thema die beiden Meinungsbeiträge von den mir sehr geschätzten Journalisten Henryk M. Broder und Matthias Matussek.

Es grüßt Sie herzlichst

Ihre Angela Merkel

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