Am Markt geht das Gerücht, dass die SNB den Euro-Franken-Kurs wieder im Bereich 1,10 haben möchte. Der Druck der Öffentlichkeit ist groß: nachdem die SNB den Mindestkurs aufgehoben h...
Von Markus Fugmann
Am Markt geht das Gerücht, dass die SNB den Euro-Franken-Kurs wieder im Bereich 1,10 haben möchte. Der Druck der Öffentlichkeit ist groß: nachdem die SNB den Mindestkurs aufgehoben habe, müsse sie nun für Erleichterung sorgen – darin sind sich fast alle Eidengossen einig.
Trotz der Senkung des Einlagezinses auf -0,75% fliesst weiter Kapital in die Schweiz – das zeigen schon die Renditen für schweizer Staatsanleihen, die massiv nach unten gegangen sind seit der SNB-Entscheidung. Derzeit sind alle Laufzeiten bis zur 15-jährigen Anleihe in negativem Terrain, das bedeutet, Anleger zahlen Geld, dass sie der Schweiz Geld leihen dürfen.
Um den Aufwärtsdruck des Franken zu begrenzen, kauft die SNB seit ihrer dramatischen Entscheidung Milliarden an Euros (oder Dollar) – und verkauft dafür Franken. Genau das könnte heute in größerem Umfang passiert sein:
Und wenn der Franken abwertet, freut sich auch der Aktienmarkt in Zürich – sichtbar im Leitindex SMI:
Gleichzeitig kommt – mit dem schwöcheren Franken – der Goldpreis unter Druck:
Ist das Zufall? Eher nicht – die Kursverläufe am Tag der SNB-Entscheidung haben gezeigt, dass der Goldpreis durchaus mit dem Franken korreliert: starker Franken, starkes Gold. Man darf gespannt sein, wieviel die SNB seit ihrer Entscheidung zur Sschwächung des Franken hat einsetzen müssen. Wenn die Ereignisse um Griechenland eskalieren sollten, wird das ein teures und nutzloses Unterfangen gewesen sein..
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