Europa setzt auf Gas aus Aserbaidschan und Turkmenistan. Absichtserklärung noch 2015 / Paket zur Diversifikation der Gasversorgung bis 2016
ie EU-Kommission strebt rasche Verhandlungen über Gaslieferungen aus Aserbaidschan und Turkmenistan an. Das geht aus einem Entwurf zur sogenannten EU-Energieunion hervor, der SPIEGEL ONLINE vorliegt. Noch 2015 soll es demnach ein sogenanntes Memorandum of Understanding zwischen der EU und den beiden Ex-Sowjet-Staaten geben. Bis 2016 will Brüssel ein umfassendes Paket zur Diversifikation der europäischen Gasversorgung entwickeln.
Hintergrund ist der noch immer schwelende Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland, durch den im vergangenen Jahr auch in Europa Versorgungsengpässe gedroht hatten.
Turkmenistan zählt laut Transparency International zu den zehn korruptesten Nationen der Erde. Aserbaidschan belegt in einer Rangliste der Organisation Reporter ohne Grenzen in puncto Pressefreiheit Platz 162 von 180.
Die Energieunion soll die engere Zusammenarbeit von EU-Staaten bei Energiefragen regeln. Am Montag will die EU-Kommission abschließend über ihre Pläne beraten. Am Mittwoch will sie ihr Konzept auf einer Pressekonferenz vorstellen.



