Mit der chinesischen Zentralbank hat eine weitere Notenbank einen Schritt unternommen, der implizit der Schwächung der eigenen Währung dient. Damit geht der Abwertungswettlauf der Währungen in die nächste Runde wodurch Gold als Alternativwährung gefragt bleiben sollte.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold verteuert sich zu Beginn der neuen Handelswoche auf rund 1.220 USD je Feinunze, was wir auf die Zinssenkung in China zurückführen. Denn mit der chinesischen Zentralbank hat eine weitere Notenbank einen Schritt unternommen, der implizit der Schwächung der eigenen Währung dient.
Damit geht der Abwertungswettlauf der Währungen in die nächste Runde. Weitere Zentralbanken dürften folgen, wodurch Gold als Alternativwährung gefragt bleiben sollte. Entgegen den Erwartungen hat die indische Regierung am Wochenende im Rahmen der Vorstellung ihres Haushalts nicht die Importsteuer auf Gold reduziert. Sie bleibt damit bis auf weiteres bei 10%, was nachhaltig deutlich höhere Goldeinfuhren verhindern dürfte.
Kurzfristig könnte Indien dennoch mehr Gold importieren, da gerade die Hochzeitssaison läuft und im April mit Akshaya Tritiya ein hoher religiöser Feiertag ansteht, zu dem traditionell viel Gold verschenkt wird. Zudem dürften sich einige Akteure in Erwartung einer Senkung der Steuer mit Goldimporten zurückgehalten haben, was kurzfristig zusätzlichen Importbedarf zur Folge haben könnte.
Der jüngste Preisrückgang von Gold unter die Marke von 1.200 USD je Feinunze wurde durch die spekulativen Marktteilnehmer getrieben, wie die am Freitagabend veröffentlichte CFTC-Statistik zeigt. Denn die Netto-Long-Positionen wurden in der Woche zum 24. Februar die vierte Woche in Folge reduziert – zuletzt um 6,5% auf 89,5 Tsd. Kontrakte. Dies ist der niedrigste Stand seit acht Wochen. Sie haben damit die Zuflüsse in die Gold-ETFs überkompensiert.



