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EZB erhöht Notfallkredite für Griechenland

Die EZB erhöht offenbar die Notfallkredite (Emergency Liquidity Assistance, ELA) für Griechenland um weitere 800 Millionen Euro auf nun 74 Milliarden Euro erhöht. Das sagte ein na...

Von Markus Fugmann

Die EZB erhöht offenbar die Notfallkredite (Emergency Liquidity Assistance, ELA) für Griechenland um weitere 800 Millionen Euro auf nun 74 Milliarden Euro erhöht. Das sagte ein namentlich nicht genannter griechischer Notenbanker gegenüber Nachrichtenagenturen. Bislang gibt es dafür von der EZB selbst noch keien Bestätigung, doch haben sich die Insider-Angaben zuletzt immer als richtig herausgestellt. Stellt sich die Frage, warum die neuesten Erhöhungen der ELAs immer bereits im Vorfeld “geleaked” werden – und die EZB dem keinen Riegel vorschiebt.

Noch liegen keine Daten für den März vor – aber die Geldabflüsse von greichischen Banken haben sich zuletzt stark verlangsamt. Wer mit Kapitalkontrollen in Griechenland rechnet, hat sein Geld wohl längst von der Bank abgehoben – was bleibt sind offenbar nur noch die Konten der Optimisten oder wenig Informierten, die von einem Grexit oder Abhebungsbeschränkungen überrascht würden.

Wahrscheinlich ist, dass die Notfallkredite der EZB faktisch in die Schuldentilgung Griechenlands gehen, wie gestern mein Kollege Claudio Kummerfeld in einem viel beachteten Artikel gezeigt hat. Und Griechenland braucht zeitnah wieder Liquidität: am Freitag muss das Land auslaufende T-Bills im Umfang von einer Milliarde Euro tilgen, am 08.Mai werden – ebenfalls für auslaufende T-Bills – 1,4 Milliarden Euro fällig. Solange also nicht klar ist, ob Griechneland in der Euozone gehalten werden kann, hält die EZB das Land finanziell über Wasser. Das ist ihr eigentlich zwar verboten, aber der Zweck heiligt hier scheinbar die Mittel.

Im frühen Handel sind die Renditen für griechische Anleihen weiter gestiegen – die 10-jährige Anleihe Greichenlands steig dabei knapp über 12%. Am Markt geht das (erstaunlich konkrete) Gerücht, dass Varoufakis am Freitag einen Termin bei Lee Buchheit in der New Yorker Kanzlei Gottlieb Steen & Hamilton LLP habe. Buchheit ist spezialisiert auf die Restrukturierung von Schulden. Auf der Homepage der Kanzlei heißt es über Buchheit:

“Mr. Buchheit was recognized by the Financial Times’ U.S. Innovative Lawyers Report as one of the ten most Innovative Individuals of 2012 for his work on the Greek debt restructuring”.

LBUCHHEIT

Buchheit hat also Erfahrung mit Greichenland und seinen Schulden – die Renditen griechischer Anleihen steigen, weil die Märkte verunsichert sind, was bei einem Gespräch zwischen Varoufakis und Buchheit herauskommen könnte. Ein Schuldenschnitt? Warten wir es ab..

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