Gold in US-Dollar zeitweise auf 5-Wochentief, Gold in Euro unter der 1.100 EUR-Marke. Während sich die Positionierung der spekulativen Finanzinvestoren bei Gold in der Woche zum 21. April kaum verändert hat, wurden die Netto-Long-Positionen bei Silber gemäß CFTC-Statistik auf 10,2 Tsd. Kontrakte mehr als halbiert
Von Commerzbank Commodity Research
Gold hat seine Verluste von Ende letzter Woche – das gelbe Edelmetall fiel am Freitag um 1,2% und markierte zwischenzeitlich ein 5-Wochentief – noch nicht wieder aufgeholt und handelt am Morgen bei rund 1.180 USD je Feinunze. In Euro gerechnet rutschte Gold erstmals seit knapp drei Wochen wieder unter die Marke von 1.100 EUR je Feinunze, wo es auch heute Morgen noch notiert.
Das Treffen der Finanzminister der Eurogruppe letzten Freitag, bei dem es auch um Griechenland ging, brachte kein Ergebnis. Zwar wurde offenbar harsche Kritik an der griechischen Regierung durch die übrigen Finanzminister geübt, konkrete Schritte zum weiteren Vorgehen wurden jedoch nicht vereinbart.
Es dürfte an den Märkten weiter kräftig spekuliert werden, wie lange Griechenland noch zahlungsfähig ist. Die Nachfrage nach Gold sollte daher solide bleiben.
Während sich die Positionierung der spekulativen Finanzinvestoren bei Gold in der Woche zum 21. April kaum verändert hat, wurden die Netto-Long-Positionen bei Silber gemäß CFTC-Statistik auf 10,2 Tsd. Kontrakte mehr als halbiert, den niedrigsten Wert seit November 2014.
Dies war bereits der dritte Wochenrückgang in Folge. Der Abbau der Netto-Long-Positionen war dabei zum Großteil auf einen Aufbau von Short-Positionen zurückzuführen. Die spekulativen Finanzanleger haben somit zum Preisrückgang von Silber in den letzten Wochen beigetragen und dürften derzeit wohl auch zugleich merklich steigenden Preisen entgegenstehen.



