Fitch straft Europas Banken ab. Erwartet werden in den meisten Fällen Abwertungen um ein bis maximal vier Stufen. Die Ratingagentur hatte bereits im April gewarnt, dass bald Herabstufungen anstehen werden.- Euro kurzfristig unter 1,14.
Die Ratingagentur Fitch macht ernst mit der angedrohten Massen-Herabstufung europäischer Banken. Wie das Handelsblatt (Montagsausgabe) aus Finanzkreisen erfuhr, stehen die Downgrades unmittelbar bevor – schon Anfang der Woche dürfte es so weit sein. Erwartet werden in den meisten Fällen Abwertungen um ein bis maximal vier Stufen. Die Ratingagentur hatte bereits im April gewarnt, dass bald Herabstufungen anstehen werden.
Damit reagiert Fitch auf die gesunkene Bereitschaft europäischer Regierungen, die Geldhäuser im Krisenfall zu stützen. Vergangenes Jahr hatte die EU die Banken-Abwicklungsrichtlinie verabschiedet, wonach bei einer Schieflage neben den Aktionären vor allem die Anleihegläubiger haften sollen – und eben nicht, wie meistens in der Finanzkrise, die Steuerzahler. Ein Sprecher der Ratingagentur wollte die Informationen nicht kommentieren.
Dutz! ende Institute dürften betroffen sein, darunter auch die Deutsche Bank, vor allem aber die Commerzbank. Macht Fitsch die Drohung wahr, fällt die Bewertung der Deutschen Bank leicht, deutlich härter dürfte es die Commerzbank treffen.
Der Euro reagierte am Montag Morgen kurzfristig mit einem Abtauchen unter 1,14 USD, konnte sich im Verlauf des Handels aber wieder leicht erholen. Nach wie vor warten viele Anleger auf nennenswerte Fortschritte im Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen Europartnern.



