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Schlag gegen die Euphorie: S+P stuft GR weiter ab

Kaum ist wieder Euphorie im Markt aufgrund der unwiderlegbaren Tatsache, dass Griechenland spätestens gestern gerettet wird, schiesst die amerikanische Ratingagentur S&P wieder ...

Von Markus Fugmann

Kaum ist wieder Euphorie im Markt aufgrund der unwiderlegbaren Tatsache, dass Griechenland spätestens gestern gerettet wird, schiesst die amerikanische Ratingagentur S&P wieder quer und stufte das Land gestern spät Abends noch um eine weitere Stufe weiter ab. Das Rating für Griechenland sinkt damit auf „CCC“ von „CCC+“, Ausblick negativ. Zur Begründung heißt es von S&P:

„The downgrade reflects our view that in the absence of an agreement with its official creditors, Greece
will likely default on its commercial debt within the next 12 months“.

Die Abstufung erfolgte ausserhalb des normalen Rating-Kalenders von S&P und muß daher, nach den EU-Bestimmungen (credit rating agency, CRA) in der Folge noch detallierter begründet werden durch die Ratingagentur. Dass die Abstufung ausserhalb des Rating-Kalenders erfolgte, begründet S&P mit der Entscheidung der griechischen Regierung, die am 05.Juni fällige Rate an den IWF verschoben zu haben, um die Rück-Zahlung am Monatsende zu bündeln.

Dass der Ausblick für Griechenland negativ sei, bedeute, so S&P weiter, dass die nächste Abstufung nun innerhalb eines Jahres erfolgen könne, wenn sich die Perspektive für die Tragfähigkeit der Schulden Griechenlands nicht verbessere:

„This could be the case if, for example, we took the view that further official creditor disbursements would remain
elusive, resulting in the Greek government’s inability to honor all its financial obligations in full and in a timely manner.“

Zwar ist das Rating Griechenlands inwzischen so tief im Junk-Bereich, dass eine Abstufung mehr oder weniger keinen wirklichen Unterschied mehr macht – aber es zeigt doch, dass die versäumte Zahlung an den IWF aus Sicht der Ratingagenturen das Pleiterisiko des Landes signifikant erhöht hat. Nach dem gestrigen Treffen zwischen Tsipras, Merkel und Hollande hieß es, man werde die Gespräche intensivieren. Da stellt sich unvermeidlich die Frage, ob die Gespräche zuvor nicht sonderlich intensiv gewesen waren..

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